Chorgeschichte des Neuen Chores Dresden ( Nov.1957 bis Sept. 1998)

Gründung durch den Berliner Rundfunk/Rundfunk der DDR am 16. November 1957

Chorleiter Studienrat Manfred Winter

(1957-1998) oben rechts

Chorgründer und Namensgeber

Rolf Krickow, links

Beim einem der ersten Konzerte, hier im Steinsaal des Deutschen Hygiene Museums Dresden, rechts



Solistenausbildung


Teilnahme am Chorfestival <Legnica Cantat II


Als e r s t e s deutsches Ensemble reiste der Neue Chor Dresden nach dem zweiten Weltkrieg im Februar 1966 nach Polen. Auf Einladung des Rundfunk- und Fernsehchores Wroclaw und als Gast der Staatlichen Philharmonie Wroclaw gab er ein viel beachtetes und sehr erfolgreiches Konzert in der vollbesetzten Aula Leopoldina der Universität Wroclaw.

Chormitglieder vor dem Konzertplakat und beim Konzert

Neben zahlreichen "ganz normalen" Konzerten im Bereich der damaligen DDR, bestimmten jährlich Auslandskonzerte in den sogenannten sozialistischen Ländern die Arbeit des Chores. Besonders oft reiste der Chor, mitunter mehrmals jährlich, nach Ungarn, wo er, vor einem stets sehr aufgeschlossenem Publikum, vor allem Werke der großen Meister, aber auch moderne Chorwerke, erfolgreich zu Gehör bringen konnte.
Konzert im Theater von Szolnok/Ungarn

Eigenkonzert vor dem Wallpavilon des Dresdner Zwingers anlässlich der Dresdner Musikfestspiele
am 24. Mai 1980

Der Neue Chor Dresden mit Kammerorchester
bei den Musikfestspielen 1981

Dirigent: Manfred W i n t e r

Auszug aus der Rundfunk-und Fernsehzeitung der
DDR vom 03.02.1982

.

Regelmäßig, zum <Tag der Lehrer> gab der Neue Chor Dresden, als Lehrerchor der Stadt Dresden, große abendfüllende Konzerte im Festsaal
des Kulturpalastes Dresden vor jeweils 2400 Konzertbesuchern.

links: der Neue Chor Dresden,
der Kinder- u. Jugendchor, der Knabenchor Dresden und das Orchester der IG Wismut.

Dirigent: Manfred W i n t e r

In Verbundenheit des Rundfunks, als Gründer des Neuen Chores Dresden, gestaltete und übertrug er die jährlich stattfindenden Konzerte aller fünf Jahre und stellte dafür seine Rundfunkklangkörper zur Verfügung. Ferner gestaltete, allein der Neue Chor Dresden, neben vielen anderen Dresdner Klangkörpern, jährlich für ca. 10 000 Schülerinnen und Schüler und deren Lehrer und Erzieher sowie für die Elternschaft, wertvolle Schulkonzerte im Festsaal des Kulturpalastes.

Auszug aus der Fernsehzeitung

<FF-DABEI>

der DDR vom
28.06.1982 bis
04.07.1982


Proben und Ausbildung:

zweimal wöchentlich jeweils 2-3 Stunden in Form von Stimmgruppen-, Kammerchor- und Gesamtchor-Proben. Zusätzliche Proben mit Solisten nach Erfordernis.

Probenorte:

Kulturpalast Dresden und Gymnasium "Romain Rolland Dresden"

Literatur / Leistungsstand:

Das Blattsingevermögen mittlerer Schwierigkeitsgrade ermöglichte die relativ schnelle und- stilsichere Erarbeitung von Chorwerken, vorwiegend aus dem <klassischen> a cappella-Bereich, aber auch der modernen Literatur.

Reisen:

Unter dem Dirigat von Manfred Winter (1957-1998) führte der Chor jährlich Konzertreisen durch: bis 1989 nach Tschechien, die Slowakei, Polen, Bulgarien, Lettland und mitunter mehrmals jährlich nach Ungarn. Von 1989 bis 1998 konzertierte der Chor in den westdeutschen Bundesländern, in Frankreich, England, Österreich und der Schweiz.



Neuer Chor Dresden und die Jenaer Philharmonie im Festsaal des Kulturpalastes Dresden
Leitung: Manfred Winter

Konzert des
Neuen Chores Dresden im Jahre 1990 in der Musikhalle Hamburg

(mit dem Sinfonieorchester

des Norddeutschen Rundfunks)


Die außerordentlich erfolgreichen Konzerte in der Musikhalle Hamburg und der Hamburger Kirche St. Nicolai führten dazu, dass der Chor als erster DDR-Vocal-Klangkörper in den Verband Deutscher Konzertchöre Neuss aufgenommen wurde.

Text und Bilder von Herrn Manfred Winter